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Wolfgang W. Osterhage Elegien des alten Adam und Auferstehung Psalmen, Gedichte, Gebete
72 Seiten; 13,5 x 21; gebunden; Lesebändchen
ISBN 978-3-87962-092-9
Die Stücke dieses bibliophilen Lyrikbandes treten von Form und Inhalt her als psalmähnliche Texte in Erscheinung, als Gebete im direkten Anruf Gottes und als teilweise fragmentarisch anmutende Gedichte.
Adam steht für Mensch, und der „alte Adam“ für den in der Hybris der Adamssünde verstrickten Menschen. Das kann man Menschheitsgeschichtlich verstehen oder lebensgeschichtlich individuell. Demgegenüber steht die Zeit und die Chance der Erlösung – das Angebot Gottes. Dieses Angebot – die Ermöglichung der „Auferstehung“ – erlaubt erst den elegischen Rückblick.
Im Teil "Elegien" kommt der Mensch aus dem Dunkel von Gottes Schweigen in sein eigenes großes Weltspiel hinein, das ihn beständig durch jene Disteln und Dornen führt, die ihm nach Adams Sündenfall verheißen waren. Vor diesem Hintergrund ist seine Lebensspanne kurz und von archetypischen Eckpunkten gerahmt. Verlust und Anmaßung begleiten ihn bis zu seinem Aufschrei für eine neue, bessere Welt.
Diese empfängt er dann im Teil "Auferstehung" in der glücklichen Gemeinschaft der Gläubigen, der Erlösung der Ausgestoßenen und den Verheißungen Gottes an ihn ganz persönlich. Er kann Vertrauen haben in Gottes schützende Begleitung. Dennoch muß er auf der Hut sein vor neuer Selbstgerechtigkeit. Gott führt ihn durch alle Fährnisse hindurch, geisterfüllt.
Leseprobe:
Alle Verheißungen
Du bist gesegnet unter allen Menschen. Ich werde dich vor dem Bösen bewahren. Du bist von meinem Geist erfüllt, geschützt vor den Mächten dieser Welt. Du bist wie ein kostbares Gefäß. Und wenn dein Herz zerbrochen ist, wird es geheilt werden. Meine Hände halten dich über dem Abgrund und bei mir findest du Ruhe und Geborgenheit.
Spricht er.
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