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Für unsere Sünden gestorben?

Burkhard Müller
Für unsere Sünden gestorben?
Ein Beitrag zur aktuellen Diskussion

169 S.; 13,5 × 21 cm; Broschur
ISBN 978-3-87062-111-7

Hier sind die beiden aktuellen Besprechungen vom Bonner General-Anzeiger und vom Rheinischen Merkur (beide vom 1. April 2010). Und der Link auf die Sendung beim Deutschlandfunk, ebenfalls vom 1. April 2010: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/studiozeit-ks/1153456/ Außerdem in Zeitzeichen 5-2010 (Seite 47 und Seite 48/49 ) die Antwort von Burkhard Müller auf Werner Thiede.

Burkhard Müller hat im Frühjahr 2009 mit sechs Morgenandachten im WDR eine bundesweite Diskussion losgetreten. Er vertritt die Ansicht, dass man als Christ nicht glauben muss, dass Jesus für unsere Sünden den Opfertod am Kreuz gestorben ist.

Einerseits gab es begeisterte Zustimmung zu seinen klaren Argumenten und Ausführungen. Immer wieder wurden seine Worte als „befreiend“ gekennzeichnet. Andererseits wurde er heftig kritisiert: er zerstöre die Mitte des christlichen Glaubens. Es kam zu heftigen Angriffen und zu der Forderung nach disziplinarischen Maßnahmen wie der Entfernung aus dem Sprecherteam des WDR.

Seither wird Müller von vielen Gemeinden und Institutionen eingeladen, um seine Ansichten ausführlich zu erläutern. Wohin auch immer er reist: die Beteiligung und das Interesse der Menschen ist erstaunlich groß.

In dem vorliegenden Buch stellt er seine Sicht in verständlicher und gut lesbarer Weise dar. Es ist kein streng wissenschaftliches Buch. Es verzichtet auf Anmerkungen. Theologische Fachsprache wird gemieden. Bibelstellen, die für das Verständnis wichtig sind, findet man im Text abgedruckt.

Burkhard Müller führt den Leser über die Sühnopfertheologie des Anselm von Canterbury zum Neuen Testament und sucht dort nach dem Sühnopfer-Gedanken. Er behandelt die vier Evangelien, sichtet die Abendmahlstexte, beschäftigt sich mit Paulus und seiner Sündenlehre und wendet sich auch dem Hebräerbrief zu. In alledem will er die alten Traditionen der Bibel und der Kirche nicht leichtfertig abschütteln, sondern sie zu einem guten Gebrauch in heutiger Zeit bewahren.

Müllers Argumentation verbindet zwei Positionen: biblische, fast biblizistische Argumentation bei gleichzeitiger Hochschätzung der historisch-kritischen Forschung. Er fühlt sich „der Gemeinde“ verpflichtet und ist darum bemüht, den komplexen theologischen Sachverhalt machbvollziehbar darzustellen. Er wendet sich an Gemeindeglieder, die versuchen, in der Frage des Sühnetods Jesu ihre Position zu finden. Die Lektüre des Buches ist für Befürworter und Gegner des Sühnegedankens gleich wichtig und aufschlussreich.

Müller geht davon aus, dass man ihm nicht blind glaubt, sondern seine Argumente selbst überprüft. Darum hat er kein „Lehrbuch unerschütterlicher Wahrheiten“ verfasst; vielmehr sieht er seine Schrift als einen Beitrag zur aktuellen Diskussion an.











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